Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Geschichten und Geschichtchen rund um das Derby

Die Organisatoren rund um Dario Caeiro haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, um dem Derby einen angemessenen Rahmen zu verleihen. Es gibt ein Halbzeitprogramm. Außerdem werden Förderer und Sponsoren verwöhnt. Dazu gehören VIP-Parkplätze vor der Großsporthalle und ein großes Verköstigungszelt. Beim Auf- und Abbau haben auch Spieler anderer Mannschaften, wie aus dem A2-Team, mitgeholfen. „Der Familiengeist lebt“, sagt TSV-Kapitän Patrick Frey.

In der Halbzeitpause gibt es eine Flugvorführung von Robin Trumpp. Der 22-Jährige gehört zu den besten Modellflugpiloten der Welt. Doch bevor sich die beiden Flugzeuge in die Luft erheben können, müssen die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Das heißt: Alle Zuschauer, die hinter den beiden Toren stehen, müssen weichen. Außerdem steht der Rasen den Auswechselspielern nicht zur Verfügung, sie müssen auf den Nebenplatz ausweichen. Das führt zu Kommentaren wie „jetzt ist so ein Fliegerle wichtiger als der Fußball“. Die eigentliche Vorführung wird allerdings von den Zuschauern intensiv beklatscht. Zuerst startet Trumpp einen Düsenjäger, der über den Platz donnert. Dann ist ein Kunstflugzeug dran, das Farben in die Luft sprüht. „Es passte nicht ganz perfekt zur Musik, weil die Show an die beengten Platzverhältnisse angepasst werden musste“, sagt der Untermünkheimer. Aufgefallen ist das wohl nur ihm selbst. Bei der Modellflug-Europameisterschaft, die am 28. Juli in Untermünkheim beginnt, gehört Trumpp zu den Mitfavoriten.

Zwei Zuschauer haben sich besonders über den Schwäbisch Haller Sieg gefreut: Thomas Lützelberger, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender, und Jürgen Lechner, bei der Sparkasse beschäftigter Vorstand der Sportfreunde. Die Bank ist einer der Sponsoren der Schwäbisch Haller. Die Sportfreunde haben mit dem 2:1-Sieg den TSV Ilshofen überholt und sind laut Tabelle wieder die Nummer Eins in der Region. Aber Ilshofen hat die Rivalität längst angenommen. Hinter vorgehaltener Hand bestätigen TSV-Teammitglieder, dass eine lokale Bank als weiterer großer Sponsor bei ihnen einsteigen wird. Außerdem soll Topstürmer Martin Hess aus Neckarsulm kommen.

Eigentlich wollten die Ilshofener nach der Partie auf der Terrasse des Vereinsheims feiern. Doch nach dem Schlusspfiff dominiert dort statt rot die Farbe blau. Sogar Schwäbisch Halls Trainer Thorsten Schift gönnt sich dort ein Belohnungsgetränk. Seine Spieler haben indes die von der Sonne aufgewärmten Steintreppen daneben in Beschlag genommen und feiern bierselig. Ein mitgebrachter Ghettoblaster liefert laut die passende Musik dazu.