TSV verliert durch einen Elfmeter

Die Enttäuschung war den Spielern des TSV Ilshofen deutlich anzumerken. Der Spitzenreiter verlor durch einen Fouelfmeter gegen Tübingen. Und auch wenn die Gäste alles andere als unverdient die Punkte mitnehmen, musste sich der Oberliga-Absteiger ärgern. Mindestens zu Beginn des gemeinsamen Besuchs auf dem Crailsheimer Volksfest war die Stimmung gedämpft.

Tübingens Trainer Michael Frick hatte gerade erst mit seinen Spielern abgeklatscht und kurz gefeiert, da versuchte er die Anfangsphase in Worte zu fassen. „Da war ich schwer beeindruckt und dachte: Wie wird das hier wohl ausgehen?“ Ilshofen spielte Tübingen an die Wand. Schon nach 20 Sekunden lag der Ball im TSG-Tor, allerdings stand Michael Eberlein im Abseits. Derselbe Spieler hatte nach drei Minuten Pech mit einem Kopfball, den Tübingens Schlussmann Lucas Berisha irgendwie noch abwehren konnte. Und auch Enrico Zimbili scheiterte keine 60 Sekunden später an Tübingens Torhüter, der seinen ersten Einsatz in dieser Saison hatte und überragend hielt. Gleiches galt auch für sein Gegenüber Marc Göltenboth, der mehrfach stark parierte.

Nach den überragenden Anfangsminuten gab es aber einen Bruch im Spiel der Hausherren. „Wir waren uns wohl zu sicher“, meinte Trainer Ramazan Kandazoglu. Denn Tübingen bekam den Angriffswirbel in den Griff und war im Anschluss bis zum Pausenpfiff besser. Christoph Hollnbergers Freistoß wehrte Marc Göltenboth ebenso ab wie den Nachschuss, der noch gefährlicher war.

Dann war Pause – und doch nicht. Wegen eines vorbeiziehenden Gewitters pfiff Schiedsrichter Niklas Straßer in der 45. Minute ab. Die Teams gingen in die Kabinen, kamen nach rund 20 Minuten zurück, spielten dann noch zwei Minuten die erste Hälfte zu Ende und wechselten die Seiten. Ohne Verzögerung ging es dann weiter.

Umstrittener Pfiff

Zunächst hatte Ilshofen Glück, dass die Tübinger nach einem Fehler von Tolga Kilic an Göltenboth scheiterten, dann lieferten sich Julian Schiffmann und Jannis Röhm im Ilshofener Strafraum einen Zweikampf. Erst schob der Tübinger, dann griff Schiffmann zu – und der Unparteiische zeigte auf den Elfmeterpunkt. Christoph Hollnberger schoss hart, Marc Göltenboth war noch mit den Fingern dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern – dafür aber keine Minute später das 0:2, als er per Fußabwehr klärte.

Kurz darauf rauften sich die Ilshofener die Haare. Nach einem Doppelpass stand Michael Eberlein alleine vor dem Tübinger Tor, schob den Ball aber am Torwart und am Tor vorbei.

Die Partie wurde immer hitziger. Die Ilshofener waren sauer auf den Unparteiischen, der ihrer Meinung einige Fehlentscheidungen traf. Kapitän Lukas Lienert wollte zehn Minuten später ein Zeichen setzen. Nach einem unnötigen Foul Jannis Röhms an Julian Schiffmann rauschte er heran, sagte dem Tübinger und dem Unparteiischen seine Meinung und sah dafür Gelb.

„Wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, gefiel mir besser. Da war der Biss und die Leidenschaft da“, resümierte Ramazan Kandazoglu. Allerdings fiel kein Tor mehr, sodass die Tübinger den 1:0-Auswärtssieg bejubeln durften. Am kommenden Samstag ist Ilshofen zu Gast beim TSV Essingen.

Quelle: Haller Tagblatt