TSV Ilshofen will in Freiberg etwas mitnehmen – SGV Freiberg vs TSV Ilshofen, 4. Mai, 14 Uhr

„Wir müssen deshalb keinen Stuss erzählen“
„Was habe ich eigentlich angestellt, dass wir so bestraft werden?“ Zwar muss Ramon Gehrmann nach diesem Satz etwas lachen, doch dem Trainer des SGV Freiberg ist es ernst. Wieder einmal steht er mit seinem Team im Vorderfeld der Tabelle, doch erneut werden die Plätze 1 und 2 für den SGV unerreichbar bleiben.
Deshalb zieht der Coach die Konsequenz und verlässt den Verein zum Saisonende. „Vielleicht hat mein Nachfolger mehr Erfolg und schafft den Regionalliga-­Aufstieg.“ Gehrmann, der die Fußballlehrer-Lizenz besitzt und damit auch Profiteams trainieren darf, will „den nächsten Schritt machen“. Angebote dürften in den nächsten Tagen kommen, denn er hat seinen Entschluss den Spielern nach dem 2:2 am Mittwoch in Pforzheim mitgeteilt und dann publik gemacht. „Vielleicht ist das ein Ansporn für die Jungs. Jetzt haben wir noch vier Spiele. Ich wünsche mir vier Siege.“

Kröner bricht sich die Nase

Doch Freiberg hat die vergangenen vier Ligaspiele nicht gewinnen können. Zuletzt gab es ein 2:2 in Pforzheim, wo der Ausgleichstreffer für Pforzheim in der Nachspielzeit fiel. „Wir sind personell angeschlagen und das wird sich auch bis morgen nicht verändern“, meint Gehrmann. In Pforzheim brach sich Kapitän Steven Kröner die Nase. „Sie sah nicht mehr symmetrisch aus. Wahrscheinlich muss Steven operiert werden.“ So wird auch gegen Ilshofen mindestens ein U-19-Spieler auf der Bank sitzen.

Der TSV Ilshofen nutzte gestern das Abschlusstraining auch, um das 0:3 gegen Backnang aufzuarbeiten. „Es war ja das Worst-­Case-Szenario: Wir haben nicht nur verloren, sondern auch noch schlecht gespielt“, erklärt Spielertrainer Ralf Kettemann die überall zu sehende Enttäuschung nach dem Spiel. Er werde aber nicht von oben herab über die Begegnung sprechen. Es soll einen Austausch zwischen Spielern und Trainerteam geben. „Wir sind immer noch über dem Strich, müssen deshalb auch keinen Stuss erzählen.“ Mit Blick auf Freiberg gerichtet, meint er:„Natürlich hat Freiberg andere Möglichkeiten als wir, aber wir können auch dort etwas holen.“