Spielberg und der „Geheimfavorit“ – SV Spielberg vs TSV Ilshofen, 24. November, 14:30 Uhr

Ilshofen / Hartmut Ruffer 23.11.2018

„Lukis Ausfall tut uns sehr weh“, meint Spielertrainer Ralf Kettemann. Lienert hatte sich beim 2:0 gegen den FC Villingen eine Muskelverletzung zugezogen. Der 25-Jährige hat die Fähigkeit, auf nahezu allen Feldpositionen spielen zu können, und wäre auch erster Kandidat für den Platz von Lamar Yarbrough gewesen, der wegen eines Infekts ausfällt. So aber muss Ralf Kettemann eine neue Idee entwickeln.

Festgelegt hat sich der Trainer noch nicht, will auch die Ein­drücke des Abschlusstrainings abwarten. Die Zahl der Übungseinheiten hat er in der vergangenen Woche reduziert. „Es war für einige ein sehr langes Fußballjahr 2018. Und erfahrungsgemäß spürt man das besonders in den letzten Wochen. Wir müssen die Ener­gien bündeln.“ Nach dem Spiel in Spielberg steht vor der Winterpause noch der Rückrundenauftakt gegen den SSV Reutlingen am 2. Dezember an.

Neuer Trainer

Geht es nach dem SV Spielberg, sind die Rollen klar verteilt. Der SV hat von den letzten zehn Spielen neun verloren, lediglich gegen Gmünd einen Punkt geholt. Gerade mal sechs Punkte stehen bislang zu Buche. Der Trainer wurde vor zehn Tagen auch gewechselt: Andreas Augenstein übernahm von Tobias Winter das Amt. Letzterer ist nun Sportlicher Leiter. Da erscheint der überraschende 2:0-Erfolg des TSV Ilshofen über den FC Villingen wie eine Steilvorlage. „Agiert hier sogar ein Geheimfavorit?“ heißt es auf der Homepage des SVS.

Bei Ralf Kettemann löst das nicht einmal mehr ein Schulterzucken aus. „Das Einzige, was ich sagen kann, ist: Man soll schauen, wo wir herkommen.“ Dass die bisherige Saison hervorragend gelaufen ist, will er gar nicht abstreiten. „Ein bisschen was dürfte das noch mit den Resten der Aufstiegseuphorie zu tun haben. Diese stand uns manchmal im Weg. Gegen Ende dieses harten Jahres hilft sie uns aber auch.“

Kettemann schätzt den SV Spielberg als eine eigentlich gute Mannschaft ein. „Aber wenn du ständig mit nur einem Tor verlierst, dann macht das was mit der Birne“, erklärt er. Sieben Mal ging Spielberg mit einer Ein-Tor-Niederlage vom Platz