„Mehr Offensivkraft“ – TSV Ilshofen vs Germania Friedrichstal, 20. April, 15.30 Uhr

Fußball Der TSV Ilshofen erwartet am Karsamstag den Oberliga-Vorletzten Germania Friedrichstal. Die Gäste befinden sich im Aufwind. Von Hartmut Ruffer

Lange Zeit war Germania Friedrichstal das abgeschlagene Schlusslicht der Oberliga. Von den ersten 20 Spielen verlor der Aufsteiger 18. Doch nach der Winterpause zeigt sich das Team, das mit Dubravko Kolinger den dritten Trainer in dieser Spielzeit hat, deutlich schlagkräftiger. Von den letzten fünf Begegnungen verlor Germania nur die bei den Stuttgarter Kickers (1:3), gewann gegen den SSV Reutlingen (3:0) und hatte den FSV Bissingen am Rand einer Niederlage (2:2 nach 2:0-Halbzeitführung).

„Betrachtet man nur diese letzten Spiele, dann wäre Friedrichs tal sogar der Favorit“, meint Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann, um dann aber energisch hinzuzufügen: „Klar ist aber auch, dass Friedrichstal ein Gegner ist, der unsere Wellenlänge hat.“ Aufgrund des Trainerwechsels hat der Ilshofener 1:0-Hinspielsieg nur eine sehr begrenzte Aussagekraft. „Leicht war es damals nicht, Germania kann auch Fußball spielen“, erinnert sich Ralf Kettemann. Das einzige Tor erzielte Lukas Lindner.

Lindner wieder im Kader

Der Stürmer des TSV wurde zuletzt stark vermisst. Nach einer Fußverletzung knickte er noch einmal um – statt zwei Wochen Pause wurden daraus fast fünf. Nun aber scheint Lukas Lindner wieder einsatzbereit zu sein. Das gilt auch für Florian Weidner. „Mit beiden sollten wir mehr Offensivkraft entwickeln“, hofft Ralf Kettemann.

Diese hat der TSV Ilshofen auch nötig. In den vergangenen fünf Spielen gelang kein einziger Treffer. Immerhin reichte es zweimal zu einem torlosen Unentschieden, zuletzt in der vergangenen Woche gegen den 1. CfR Pforzheim. „Das war ein für uns normales Spiel. Wir haben lediglich eine große Gelegenheit zugelassen und hatten zwei selbst. Das ist okay“, ordnet Ralf Kettemann das Spiel ein.

Die zuletzt fehlende Durchschlagskraft ist jedem beim TSV bewusst, auch wenn sie kein überragendes Thema innerhalb der Mannschaft sei. „Natürlich haben wir die Videos analysiert und bestimmte Inhalte im Training intensiviert. Es ist aber nicht so, dass wir uns jetzt ständig darüber unterhalten.“

Gegen Germania Friedrichstal ist Baba Mbodji nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigt. Dafür aber fehlt Routinier Carl Murphy, der berufsbedingt in Mexiko ist. Demzufolge muss Ralf Kettemann die Defensive umbauen.

Die Partie gegen Friedrichstal ist der Auftakt von drei Spielen, in denen Ilshofen auf Abstiegskonkurrenten trifft. Danach folgt das Spiel beim SV Linx, am 1. Mai ist die TSG Backnang in Ilshofen zu Gast.