Keine Lust auf Statistik – VfB Neckarrems vs TSV Ilshofen 29.10.16 15:30 Uhr

Die vergangenen beiden Spiele absolvierte der TSV Ilshofen auf starkem Niveau: 5:1 in Berg, 6:1 gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen. „Und es war nicht so, dass sich Calcio von Anfang an ergeben hätte – erst nach dem 4:1“, merkt Spielertrainer Ralf Kettemann an. Das Selbstvertrauen, das längere Zeit verschüttet war, ist nun da.

Das sieht auch Kettemann so. „Wir haben viel mit den Spielern gesprochen“, berichtet er über die psychologische Aufbauarbeit von ihm und seinem Trainerkollegen Petar Kosturkov, „und im Idealfall hilft so etwas auch“, fügt er mit einem Lächeln hinzu. Dass der TSV gegen Calcio noch mehr Tore hätte schießen können „sei zwar richtig, „aber die entscheidenden Dinger haben wir gemacht“, stellt der 30-Jährige zufrieden fest. Eigentlich spricht nun vieles für die Rot-Weißen vor der kommenden Partie, doch der VfB Neckarrems „ist eine andere Hausnummer“, wie Kettemann meint. Nicht nur, dass der VfB in der vergangenen Runde beide Spiele gegen Ilshofen gewann, auch in dieser Saison war er bereits erfolgreich: Er schaltete Ilshofen im WFV-Pokal aus. „Das ist aber ein Muster ohne Wert“, meint Neckarrems-Trainer Markus Koch. „Ilshofen hatte damals nicht alle Spieler dabei.“ Dass sein Team statistisch betrachtet im Vorteil ist, interessiert Koch nicht.

Lars Ruckh wird wohl fehlen

Neckarrems spielt bislang eine solide Runde auf höherem Niveau. Gab es in der Vergangenheit gerne mal den einen oder anderen Aussetzer, ärgert sich Koch höchstens über das 1:1 am vergangenen Wochenende beim FC Albstadt. „Wir können diesmal Verletzungsausfälle besser ausgleichen und wir sind stabil in der Spieleröffnung.“ Diese Aussage erhält ihren Wert, wenn man bedenkt, dass mit Lars Ruckh ein sehr gefährlicher Spieler ausgefallen ist und wohl auch weiter fehlen wird. Sicher muss Koch auf Sven Franzen (private Gründe) verzichten.

Beim TSV Ilshofen fehlen neben Paul Weber (Zehenbruch) diesmal auch Simon Wilske und Andrej Nagumanov. Letzter hatte sich bei seinem Treffer zum 3:0 gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen mindestens den Muskel gezerrt. Kettemann hofft, dass es kein Riss ist. Simon Wilske hat einen grippalen Infekt. So müssen Kettemann und Kosturkov zwangsläufig das Team etwas umbauen und darüber hinaus auf die örtlichen Gegebenheiten einstellen. Der Platz in Neckarrems ist relativ eng, Kettemann glaubt gar, dass man auf Kunstrasen spielen werde.

So ist in jedem Fall Zweikampfstärke gefragt. Das gepflegte Kurzpassspiel werde nicht immer helfen, „wir müssen auch bereit sein, den einen oder anderen langen Ball zu spielen. Im Prinzip geht es darum, fehlerfrei zu bleiben.“ Dieser Wunsch ist freilich Utopie, doch Ilshofen ist dem zuletzt zumindest nahe gekommen. „Letztlich“, so Kettemann, „ist es immer ganz viel Kopfsache.“ ruf