Ilshofens Defensive lässt zu viel zu

FC Nöttingen – TSV Ilshofen 3:1 (2:1)

Tore: 1:0 Riccardo Di Piazza (14.), 2:0 Jimmy Marton (21.), 2:1 Baba Mbodji (37.), 3:1 Francisco Josef Rodriguez Carmona (87.)

Nach der Niederlage auf heimischen Geläuf gegen die starken Gäste aus Bissingen, mussten die Kicker aus Ilshofen ersatzgeschwächt zum bis dato sechstplatzierten FC Nöttingen reisen. Ralf Kettemann musste auf Jonas Wieszt, Dominik Rummler, Tim Michael, Julian Baumann und seine Wenigkeit verzichten.
Beide Teams waren von Beginn an bei sonnigem Wetter heiß darauf das erste Tor zu erzielen und machten Dampf. Die Hausherren aus Nöttingen waren jedoch ab der ersten Sekunde griffiger in den Zweikämpfen. „Wir waren in der Verteidigung nicht konsequent, haben es uns aber auch immer wieder schwer gemacht durch Ballverluste oder 1zu1 Duelle im Mittelfeld, die dann verloren gegangen sind.“, resümiert Kettemann nach der Partie. So kam der FC Nöttingen in der 8. beziehungsweise 13. Minute zu klaren Chancen, die De Santis und Podolsky noch vergaben. Letztendlich musste Karel Nowaks bis dahin weiße Weste in der 14. Minute dann durch einen stramm geschossenen Freistoß aus gut 25 Metern von Riccardo Di Piazza abgeben. In der Folge drückte der FC weiterhin mit Vollgas auf die Hintermannschaft des TSV, sodass Di Piazza in der 21. Minute sich als Vorlagengeber für den freien Jimmy Marton auf dem Spielberichtsbogen eintragen durfte. Wer jetzt dachte, der TSV Ilshofen steckt den Sand in den Kopf, der hat weit gefehlt. Die Offensivakteure um Wackler, Kandazoglu, Lindner und Kurz konnten die erfahrene Defensive des FC Nöttingen immer wieder ins Schwitzen bringen und spielte sich zunehmend auch Torchancen heraus. Dies sollte sich in der 37. Minute auszahlen: Nach einer schön getretenen Ecke von Carl Murphy stieg der 1.93m Mann Baba Mbodji am höchsten und nickte zu seinem 4. Saisontreffer ein. So konnten die Anhänger des TSV Ilshofen beim Pausentee also noch hoffen, dass das Ruder vielleicht doch nochmal herumgerissen werden könnte.

Die Trainer beider Mannschaften schickten die selben Formationen für den zweiten Durchgang aufs Spielfeld. Was sich dann abzeichnete, kommentierte Kettemann nach der Partie treffend: „Wir haben einen ordentlichen Auftritt gezeigt. Gut war, dass wir uns viele Chancen erarbeiten konnten, schlecht war, dass wir viel zu viel zugelassen haben. Dass wir am Ende wieder drei Gegentore bekommen, ist natürlich schlecht.“ Der FCN hatte zunächst klare Torchancen in der 56. Und 61. Minute, die von Marton und Neziraj kläglich vergeben wurden. In den darauffolgenden Minuten plätscherte das Spiel so vor sich hin bis auf beiden Seiten Auswechslungen anstanden. Mit Weidner für Kandazoglu, Aziz für Kurz und dem Neuzugang Davlashelidze für Mbodji brachte Kettemann nach und nach geballte Offensivpower, die sich bemerkbar machte. In der Schlussphase der Partie hätte sich das fast noch ausgezahlt: zuerst kommt Murphy in der 82. Minute zum Abschluss, nur vier Zeigerumdrehungen später blitz das Können von Davlashelidze das erste Mal auf, indem er von der Strafraumgrenze einen schön platzierten Schuss abfeuert. In beiden Fällen parierte Dups jedoch glänzend. Ilshofen war jetzt drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen und war dadurch noch weiter offen in seinen Defensivreihen. Eine Mannschaft wie der Oberliga Sechste nutzt sowas am Ende aus. Nach guter Vorarbeit von Eray Gür steht Josef Rodriguez Carmona richtig und macht den Sack in der 87. Minute zu.
Kettemann blickt nach der Partie voraus: „Wir müssen unser Defensivverhalten zeitnah verbessern, dass das bis nächste Woche besser wird!“. Im kommenden Heimspiel geht es nämlich gegen den SV Oberachern, der sein Heimspiel gegen Pforzheim gewinnen konnte.

TSV Ilshofen: Karel Nowak, Maximilian Egner, Lamar Yarbrough, Baba Mbodji (80. Shota Davlashelidze), Carl Murphy, Simon Wilske (90. Moritz Lindner), Niklas Wackler, Ramazan Kandazoglu (65. Florian Weidner), Daniel Schelhorn, Benjamin Kurz (73. Sangar Aiz), Lukas Lindner
Schiedsrichter: Philipp Schlegel (Ehingen)