Ilshofen will sich gegen Reutlingen wieder beweisen – TSV Ilshofen vs SSV Reutlingen, 1. Dezember, 14 Uhr

Ilshofen / Viktor Taschner 30.11.2018

In irgendeiner Form muss es gehen“, sagt Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann und hat dabei den heimischen Rasen im Sinn. Zwar droht keine Absage des Spiels gegen den SSV Reutlingen. „Aber der Platz wird tief und schwer zu bespielen sein“, blickt Kettemann voraus. Ob das auf dem Papier ein Vor- oder ein Nachteil für den TSV ist? „Ich glaube, weder noch. Zwar sagt man, dass so ein Boden der schwächeren Mannschaft hilft, aber mittlerweile weiß man, dass wir auch mit dem Ball was machen können“, so der Spielertrainer. Vielmehr findet er es schade, dass die Partie zu diesem späten Zeitpunkt ausgetragen wird, da beide Teams guten, ansehnlichen Fußball bieten können, wenn es die Verhältnisse zulassen.

Begegnungen auf einem tiefen Platz sind oftmals eine Kraft­frage. Ob die Power im letzten Spiel des erfolgreichsten Jahres der Vereinsgeschichte mit Oberliga-­Aufstieg, WFV-Pokalfinale und einer sehr starken Vorrunde als Aufsteiger vorhanden ist, wird sich zeigen. „Wir haben im Laufe des Jahres rund 40 Spiele gemacht, was für einen Amateurclub sehr viel ist. Aber das darf am Samstag keine Ausrede sein.“

Lienert kann wohl nicht spielen
Den kommenden Gegner zeichne neben seiner individuellen Klasse in der Offensive und Defensive auch die hohe Erfahrung aus. „Zudem haben sie einen guten Teamgeist“, lobt Kettemann. Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Reutlinger zu den Topteams der Liga zählen. Ein weiterer Faktor sind die zahlreichen SSV-Fans, die aber nicht immer positiv in Erscheinung treten. Die Partie am Samstag ist eines von zwei Risikospielen der Saison. Wie schon die Anhänger der Stuttgarter Kickers werden die Reutlinger Zuschauer über ein separates Tor auf den Ilshofener Sportplatz geleitet.

Der Einsatz von Lukas Lienert sei „höchstfraglich“. Der flexibel einsetzbare Lienert hat sich vor zwei Wochen gegen Villingen eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Auch Marcel Hossner fällt aus. Dabei sind hingegen Lamar Yarbrough und Niklas Wackler.

SSV-Cheftrainer Teodor Rus muss zum Beginn der Oberliga-Rückrunde personell weiter auf Sidy Niang (Knorpelschaden), Marco Di Biccari (Sehenriss), Denis Lübke (Kreuzbandriss) verzichten, kann aber sonst auf seinen restlichen Kader zurückgreifen. Ein Zustand, den Rus aus den vergangenen Spielen nicht kennt. Dabei ist zudem wieder Cristian Gilés Sanchez. Der Stürmer hat seine lange Sperre abgesessen. Der Spanier wurde schmerzlich vermisst, da ihm davor acht
Tore in acht Oberligaspielen gelangen. Trotz allem warnt der Reutlinger Kommandogeber seine Schützlinge vor dem starken Aufsteiger: „Ilshofen hat bei uns zum Saisonauftakt ein 1:1-Unentschieden geholt und im Verlauf der Vorrunde gezeigt, dass sie enorme Qualität in ihren Reihen haben.“