Ilshofen ist erstmals der Favorit – FC Germania Friedrichstal vs TSV Ilshofen, 14. Oktober, 14 Uhr

Ilshofen / Hartmut Ruffer 12.10.2018

Eigentlich wäre das 2:0 in Pforzheim recht schnell abgehakt gewesen. Gutes Spiel, erster Auswärtserfolg in der Oberliga. „Ich habe auch bei der Mannschaft nachgefragt. Dort ist es kein Thema mehr“, berichtet Spielertrainer Ralf Kettemann. Dieses „es“ ist der Angriff des Pforzheimer Spielers Kushtrim Lushtaku in der Pause auf seinen Trainer Gökhan Gökce. Der Spieler soll seinen eigenen Coach niedergeschlagen und getreten haben. Zwangsläufig musste sich Kettemann damit beschäftigen, hat er doch einige Anrufe aus Pforzheim erhalten. Doch als Zeuge – Lushtaku bestreitet die Tat, die Polizei ermittelt – konnte er wenig sagen, da er nicht viel von dem Vorfall mitbekommen hat.

Germania steht unter Druck
So hat sich der TSV Ilshofen in relativer Ruhe auf das nächste Spiel vorbereiten können. Wieder muss er reisen, diesmal nach Friedrichstal, ein Stadtteil von Stutensee, das wiederum in der Nähe von Karlsruhe liegt. Der FC Germania war bereits zwei Jahre lang in der Oberliga, stieg nun wieder dorthin auf. Sportlich läuft es sehr überschaubar. Von zehn Spielen hat Friedrichstal neun verloren, nur eines gewonnen. „Die Liga ist sehr stark besetzt“, meint Germania-Trainer Marcelus Noukiatchom. Der Kameruner schaut aber vor allem auf sein Team. „Wir haben es bislang nicht geschafft, die Konzentration über die gesamte Länge eines Spiels hochzuhalten. Das aber ist in der Oberliga nötig, denn jeder kleine Fehler wird bestraft – und wir haben uns zu viele individuelle Fehler geleistet.“ Gegen Ilshofen will Friedrichstal nun endlich wieder punkten, „sonst wird die Situation prekär“. Für den TSV Ilshofen sei die Begegnung ein „spezielles Spiel“, meint Kettemann. Denn erstmals ist der TSV nicht der Underdog. „Es ist verrückt, was es im Kopf ausmacht, der Favorit zu sein“, verdeutlicht der Ilshofener Spielertrainer. Doch unter der Woche hat Kettemann zufrieden festgestellt, dass die Brust seiner Spieler breit sei. „Wir hatten zwei sehr ordentliche Einheiten.“

Zudem kommen die Verletzten langsam zurück. So ist in Friedrichstal Florian Weidner erstmals im Kader.