Für den TSV sind Punkte gegen Villingen „nice to have“ – TSV Ilshofen vs FC Villingen, Samstag, 14.30 Uhr

Ilshofen / Hartmut Ruffer 16.11.2018

Einen großen Namen besitzt der FC Villingen national betrachtet nicht. Doch im Land Baden-­Württemberg ist der badische Verein durchaus bekannt. Seit der Saison 2006/2007 spielt er ununterbrochen in der Oberliga. „In der vergangenen Saison ist er nur knapp am Aufstieg in die Regionalliga vorbeigeschrammt“, erinnert sich Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann. „Wir wissen, was auf uns zukommt.“

Der FC Villingen stehe für einen guten Fußball, wie er „in der Freiburger Ecke“ gerne gespielt werde, meint der 31-jährige Kettemann. Elf Saisonspiele war Villingen ungeschlagen. Dann folgte ein 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers. „Das kann passieren“, meint Villingens Trainer Jago Maric. Allerdings folgte dann am vergangenen Wochenende eine 1:2-Heimniederlage gegen den 1. CfR Pforzheim. Das schmerzte schon mehr. Nun soll Marics Team in Ilshofen in die Erfolgsspur zurückfinden.

Ovuka wieder dabei

Die Voraussetzungen dafür sind besser als gegen Pforzheim, als Maric Dragan Ovuka wegen dessen Gelb-Roter Karte ersetzen musste. Nun ist der 26-jährige Kapitän wieder dabei, genau wie die anderen gegen Pforzheim Angeschlagenen.

„Ilshofen setzt wie wir auf Ballbesitz“, hat Maric in Erfahrung gebracht. Der Aufsteiger stehe nicht zu Unrecht in der ersten Hälfte der Tabelle einer „in dieser Saison brutal ausgeglichenen Oberliga“.

Das sieht Kettemann ähnlich. „Wir merken kaum einen Unterschied“, egal, wie der Gegner heiße. Das 0:3 in Ravensburg hat der TSV aufgearbeitet. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr guten Fußball gespielt“, blickt Kettemann zurück. Letztlich habe nach dem 0:1-Rückstand etwas die Erfahrung gefehlt. „Und wir haben keinen Stürmer, der uns 20 Buden garantiert. Wir wissen, wie schwer es ist, ein Tor zu erzielen.“ Tatsächlich trifft Ilshofen bislang nicht häufig ins Tor (15 Treffer in 15 Spielen), dafür ist die Verteidigung das Prunkstück (nur 13 Gegentore). Das Spiel gegen Villingen geht Kettemann locker an. „Wenn wir dabei was mitnehmen, dann ist das ‚nice to have’.“ Der TSV ist also Außenseiter.