„Da fehlen jetzt ein paar Prozent“ – TSV Ilshofen vs 1. CfR Pforzheim, 13. April, 15.30 Uhr

Der Oberligist TSV Ilshofen empfängt morgen den 1. CfR Pforzheim. Bei beiden Mannschaften läuft es derzeit nicht so wie gewünscht. Von Hartmut Ruffer

Das 0:5 bei den Stuttgarter Kickers hat bei Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann „gemischte Gefühle“ hinterlassen. „Einerseits ist das Ergebnis sehr hoch. Andererseits haben wir es nach schwachen Anfangsminuten ganz gut gemacht. Wir waren auch ruhiger im letzten Drittel. Dann mache ich den Fehler vor dem 0:2, wir vergeben die Chance zum 1:2 und dann ging es dahin“, fasste er zusammen.
Die Voraussetzungen nun seien andere als vor dem Hinspiel. „Damals waren wir voll im Saft, hatten großes Selbstvertrauen. Da fehlen jetzt ein paar Prozent. Andererseits hat Pforzheim auch seine Problemchen.“
Das bestätigt CfR-Trainer Gökhan Gökce. „Es waren zuletzt alles enge Spiele, aber unsere Leistungen waren durchwachsen.“ Dem 0:0 gegen den Letzten Friedrichstal folgte am Mittwoch ein 0:2 im Derby gegen Nöttingen. Es gehe nun darum, das Glück wieder auf die eigene Seite zu holen, so Gökce. Dafür sei mehr körperliche Entschlossenheit notwendig. „Und manchmal auch etwas Rotation“, deutet der Trainer Wechsel an.
Lange Verletztenliste
Das ist bei Ilshofen zumindest im größeren Maße nicht möglich. „Wir hatten zuletzt zehn Verletzte, darunter zwei Torhüter“, berichtet Kettemann auf Nachfrage über ein Thema, das er gar nicht groß behandeln wollte. Die Probleme stecken in Details, „beispielsweise beim Training, wenn es nur einen gesunden Torhüter gibt“. Zwar haben Florian Weidner und Lukas Lindner in dieser Woche erstmals wieder mit dem Ball trainiert, doch ob es für morgen reicht, ist ungewiss. Gestern Abend wagten beide einen Belastungstest. Ausfallen wird Kevin Lehanka (Knieprobleme), Baba Mbodji muss nach seiner Roten Karte gegen Neckarsulm noch einmal zuschauen. Bei den Pforzheimern ist der Einsatz des Japaners Akiyoshi Saito fraglich, der sich gegen Nöttingen verletzt hat.
Wegen seines Trainerscheinlehrgangs war Ralf Kettemann in den vergangenen zwei Wochen fast ausschließlich in Karlsruhe. Seine Rücktrittsankündigung sei „eine spezielle Situation, da die Spieler nicht wissen, wer kommen wird. Das gab es ja lange Zeit hier so nicht. Aber für die jetzige Situation ist das egal.“