Crailsheim gewinnt ohne Niederlage – TSV wird Vierter

Mulfingen / Sandra Kuberski 08.01.2019

Beim EBM-Papst-Hallenmasters der Aktiven setzt sich der Landesligist im Finale gegen den Klassenkonkurrenten Pfedelbach durch. Satteldorf wird Dritter.

Der TSV Crailsheim holte sich den Titel beim regionalen Turnier des 17. EBM-Papst-Hallenmasters in der Mulfinger Gerhard-Sturm-Halle. Der Fußball-Landesligist blieb bis zum Finale ungeschlagen und gewann unter dem Strich verdient. „Das war eine gute Teamleistung“, sagte der sportliche Leiter des TSV Crailsheim Dirk Brenner nach dem Finale. Er vertrat den im Urlaub weilenden Trainer Michael Gebhardt. „Wir sind mit einer großen Lockerheit reingegangen. Die Jungs freuen sich Jahr für Jahr darauf und genießen es, ein Hallenturnier auf Kunstrasen spielen zu können. Die wollten einfach nur kicken.“ Im Finale standen die Crailsheimer dem Landesliga-Konkurrenten TSV Pfedelbach gegenüber, der eher unkonventionell spielte. Unter anderem durch einen 7:6-Erfolg nach Neunmeterschießen im Halbfinale gegen den TSV Ilshofen gelang der Sprung ins Finale.

Oberligist Ilshofen legte einen Blitzstart ins Turnier hin. Der TSV galt nach drei Siegen schnell als Topfavorit auf den Turniersieg. Doch die letzten beiden Gruppenspiele waren nicht mehr überzeugend. So holte sich der TSV Crailsheim den Gruppensieg vor dem VfR Gommersdorf und dem SV Königshofen, Ilshofen kam lediglich als Vierter weiter. In der anderen Gruppe standen die Sportfreunde Schwäbisch Hall auf dem ersten Platz. Der TSV Pfedelbach, die Spvgg Gröningen-Satteldorf und der SSV Gaisbach folgten dahinter.

Nach der Vorrunde Schluss war für den Gastgeber SV Mulfingen, den FV Lauda, die TSG Öhringen und den Verbandsligisten FSV Hollenbach. „Wir haben kein einziges gutes Spiel gezeigt“, ärgerte sich FSV-Manager Karl-Heinz Sprügel. „Das war schwach. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. In den letzten Jahren sind wir so früh nie ausgeschieden.“

Auch Thomas Binder, Trainer der Mulfinger, war nicht ganz zufrieden, auch wenn seine Mannschaft als Außenseiter ins Turnier ging. „Wir haben uns schon etwas mehr erhofft“, sagte Binder. Im vergangenen Jahr verloren die Mulfinger das Halbfinale gegen den späteren Sieger Sportfreunde Schwäbisch Hall. „Wir waren etwas zu blauäugig und haben vorne nicht geknipst. Es hat uns die Durchschlagskraft gefehlt.“

Ilshofen schlägt Hall

Im Landesliga-Duell zwischen dem TSV Crailsheim und dem SSV Gaisbach sicherte sich der TSV mit einem 5:2-Sieg den Halbfinaleinzug. „Das letzte Spiel war etwas ärgerlich, aber sonst war es in Ordnung“, sagte SSV-Trainer Florian Megerle. Zwei Mitfavoriten standen sich anschließend gegenüber: Der TSV Ilshofen und der Titelverteidiger Sportfreunde Schwäbisch Hall. In einer hart umkämpften Partie setzte sich der Oberligist mit 2:1 durch. Der TSV Pfedelbach und die Spvgg Satteldorf zogen schließlich in die Runde der letzten vier nach.

Die Crailsheimer legten auch in den K.-o.-Spielen eine große Spielfreude an den Tag. Trotzdem blieb es beim 2:1 gegen Satteldorf bis zum Schluss eng. Die Ilshofener lagen gegen Pfedelbach zweimal in Führung. Doch der Landesligist zeigte wie im gesamten Turnier Moral, glich zwei Mal aus und stand im Endspiel.

Das Spiel um Platz 3 gewannen die Satteldorfer. Sie stellten mit Janis Baumann auch den besten Torhüter des Turniers. Niklas Wackler vom TSV Ilshofen wurde zum besten Spieler gewählt und teilte sich außerdem den Preis für den besten Torschützen mit Ali Karsli vom SV Königshofen (sechs Treffer).

Im Finale dominierten dann die spielfreudigen Crailsheimer, doch der TSV Pfedelbach hielt dagegen und verlor nur knapp mit 1:2. „Das Turnier war super“, sagte Pfedelbachs Co-Trainer Sead Halilovic. „Es macht jedes Jahr Spaß, dabei zu sein. Es war eine überragende Leistung. Wir haben von Anfang an Gas gegeben. Wir sind zwar nicht die spielstärkste Mannschaft, kommen aber über den Kampf und die Geschlossenheit.“

Auch am Sonntag war die Halle gut gefüllt und die Zuschauer kamen in den Spielpausen durch hochkarätige Showacts auf ihre Kosten. So zog am Ende auch Otto Strecker, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins SV Mulfingen, ein positives Fazit: „Es waren sehr ausgeglichene Spiele und einige Überraschungen gab es auch.“