Beste Abwehr gegen besten Sturm – TSV Ilshofen vs SGV Freiberg, 3. November, 14.30 Uhr

Ilshofen / Viktor Taschner 02.11.2018

Das hat mich auch überrascht“, gibt Ramon Gehrmann ehrlich zu. Der Trainer des SGV Freiberg hat vor der Saison auch nicht erwartet, dass der TSV Ilshofen als Aufsteiger direkt im Vorderfeld der Oberliga mitmischt. Am Samstag tritt Gehrmann als Tabellensechster bei den siebtplatzierten Ilshofenern an. Beide Teams haben 24 Zähler auf dem Konto.

Sökler trifft schon zwölf Mal
Gehrmann hat zwar den TSV nicht persönlich sehen können, hat aber Videos über den nächsten Gegner angeschaut. „Sie haben ein gutes Umschaltspiel und mit Baba Mbodji noch mal einen zweikampfstarken Spieler dazugewonnen. Das wird eine schwere Aufgabe“, ist sich der Freiberger Trainer sicher. Vor zwei Jahren, als der SGV souverän in der Verbandsliga Meister wurde, habe das Team gegen Ilshofen zweimal gewonnen. „Aber das waren jeweils knappe Spiele“, erinnert sich der Freiberger Trainer. Sein Team hat jedoch in den letzten acht Partien nicht verloren, nachdem man lediglich mit vier Punkten aus fünf Spielen gestartet ist. „Wir sind jetzt effektiver. Auch in den Spielen davor waren wir bis auf das Spiel in Reutlingen dominant. Aber jetzt trifft der Marcel Sökler zum Beispiel wieder.“ Gehrmanns Top-­Stürmer führt die Torschützenliste mit zwölf Treffern an. Letzte Saison sicherte er sich diese Wertung mit 29 Toren. „Er öffnet aber auch Räume für andere, wenn sich der Gegner auf ihn konzentriert“, so Gehrmann.

Um Söklers Gefährlichkeit weiß man natürlich in Ilshofen. „Er ist ein kompletter Stürmer, unter anderem ist er robust und kopfballstark“, umschreibt Ilshofens Spielertrainer Kettemann die Stärken von Sökler. „Wir wissen aber auch, dass es nicht nur ihn gibt. Da ist auch noch ganz viel Qualität neben ihm“, so Kettemann. 80 Prozent des Freiberger Kaders hätten schon Regionalliga-Erfahrung. Mit 29 Toren stellt Freiberg die beste Offensive der Liga. „Das wird eine große Herausforderung“, urteilt Ilshofens Spielertrainer. Auf die Ilshofener Defensive – mit neun Gegentoren die beste der Oberliga – wartet also viel Arbeit.

Wie Freiberg hat auch der TSV Ilshofen gerne viel Ballbesitz. Wird deswegen die Mannschaft gewinnen, die länger den Ball hat? „Das kann man so nicht sagen. Vielleicht werden wir diesmal nicht so viel Ballbesitz haben, weil der Gegner über viel Qualität verfügt. Aber auf jeden Fall wird es interessant sein, welches Team sein Spiel besser durchbringt“, sagt Kettemann.

Tim Michael mit Rückschlag
Verzichten muss der Gastgeber auf Tim Michael, der mit seiner Knieverletzung einen Rückschlag erlitten hat. Die Stürmer Kevin Lehanka und Benjamin Kurz machen hingegen Fortschritte. „Sie sind wieder eine Woche weiter.“ Auf Freiberger Seite fehlen der Langzeitverletzte Denis Latifovic und Marco Pischorn mit Rückenproblemen.