Ambitionierte Gastgeber – FC Nöttingen vs TSV Ilshofen, 23.Februar, 14 Uhr

Fußball Der TSV Ilshofen fährt morgen zum FC Nöttingen. Das Hinspiel hat eine historische Note: Damals feierte der TSV mit dem 1:0-Erfolg den ersten Sieg in der Oberliga.

Von Hartmut Ruffer

„Klar war das toll. Nach zwei sensationellen Unentschieden hatten wir das Gefühl, dass wir gewinnen können – und haben es auch gemacht“, erinnert sich Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann an den 1:0-Hinspielerfolg über den FC Nöttingen. „Aber das ist Vergangenheit und jetzt ist die Geschichte anders ausgerichtet.“
Ähnliche Worte findet sein Gegenüber Michael Wittwer. Er spielte früher für den Karlsruher SC und trainierte von 2010 an sechs Jahre den FC Nöttingen. Kurzzeitig trat er etwas kürzer, ehe er zu Beginn dieser Saison den Verein wieder übernahm. „Wir haben eine gewachsene Mannschaft. Im Hinspiel haben wir noch nicht so gut gespielt. Ilshofen war aggressiver.“ Nun aber hat der FC ein gesundes Selbstvertrauen, steht als Sechster nur sechs Zähler hinter Spitzenreiter Stuttgarter Kickers. Wittwer spricht das gestiegene Selbstbewusstsein zwar nicht direkt
an, berichtet aber davon, dass die Vorbereitung trotz ein paar Verletzter insgesamt gut verlaufen sei. „Der Abschluss mit dem 3:2 gegen die Stuttgarter Kickers hat natürlich dazu beigetragen.“ Am vergangenen Wochenende fiel das Spiel der Nöttinger beim 1. CfR Pforzheim aus. Nun aber sei alles bereit: „Das Stadion ist gut, das Wetter soll auch gut werden. Das passt.“ Mit Holger Fuchs trainiert seit vergangenem Montag ein Spieler wieder mit, der aufgrund einer Verletzung den Großteil der Vorrunde verpasst hat. So hat Wittwer noch mehr Optionen. Verzichten muss er lediglich
auf Mario Bilger und Tolga Ulusoy.
Beim TSV Ilshofen ist die Ausfallliste länger: Kevin Lehanka, Tim Michael und Julian Baumann fehlen. Dominik Rummler hat einen Muskelbündelriss erlitten, wird nach Angaben Kettemanns zwei bis drei Monate fehlen. „Das tut uns weh.“ Maximilian Egner hat Adduktorenprobleme, sein Einsatz ist nicht sicher. Unter der Woche hat sich auch noch Torwart Jonas Wieszt verletzt. Im Training erlitt er einen Mittelhandbruch, er muss operiert werden. So wird Valentin Dambach als zweiter Torwart auf der Bank Platz nehmen. Kettemann selbst nimmt keine Antibiotika mehr, aber er weiß noch nicht, ob er spielen wird. Vertrauen hat er zu seinem Team. Das 0:3 gegen den FSV Bissingen liest sich deutlich, „aber wir haben auch in der Videoanalyse kaum etwas gefunden, was man den Jungs vorwerfen kann. Sie haben gut gespielt.“ Manchmal hat Kettemann den Eindruck, dass manch Zuschauer wegen der starken Vorrunde zu hohe Ansprüche
habe. „Es ist normal, dass wir gegen Bissingen verlieren. Die Gegebenheiten müssen in die Beurteilung einfließen.“
Es sei auch normal, dass nun alle Gegner etwas anders gegen Ilshofen auftreten. „Man weiß, wie wir spielen und der Gegner akzeptiert auch, dass wir mit dem Ball etwas anfangen können.“ Das bestätigt Michael Wittwer. „Im Normalfall wird Ilshofen nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten“, ist er überzeugt.